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Jetzt fehlte es an einer leistungsstarken Eisenbahnverbindung nach Norden. Diese Lücke sollte 1850 die Main-Weser Bahn schlie- ßen. Zu diesem Zwecke schlossen das Großherzogtum Hessen, Kurhessen und die freie Stadt Frankfurt einen Staatsvertrag der den Bau dieser Strecke, die von Frankfurt bis Kassel reichen sollte, ermöglichte. Bereits am 10. Mai 1850 wurde das erste, 34 km lange, Teilstück zwischen Frankfurt und Friedberg eröffnet. Diese Strecke durchschnitt die südliche und die westliche Wetterau. Erweitert wurde die Strecke dann von Friedberg nach Butzbach am 09. November 1850. Nach weiteren 6 Monaten konnte dann das Teilstück von Butzbach nach Langgöns am 09. Juni 1851 eröffnet werden, bedingt durch bauliche Hindernisse beim Bau dieser Strecke. Bereits am 15. Mai 1851 erreichte von Norden her die Eisenbahn Langgöns mit der Strecke von Gießen aus. In Gießen bestand ja seit 1850 Verbindung mit Kassel die auch in einigen Teilabschnitten eröffnet wurde (siehe Nordhessen Ost).
Also nun war Hanau und Frankfurt durch die Eisenbahn erschlossen worden. Doch die Strecken führten damals noch durch drei eigenständige Länder oder Städte. Auch eine Verbindung zwischen dem Hanauer Bahnhof in Frankfurt und den Westbahnhöfen gab es noch nicht. (bis 1914).
Daher baute man 1879 eine Umgehungsbahn von Frankfurt wie sie bereits 1850 geplant worden war. Sie sollte den Engpaß Frank- furt entlasten und direkte Zugläufe von Aschaffenburg nach Gießen ermöglichen. Ein weitere Vorteil dieser Strecke war das sie auf ihrer gesamten Länge nur im Großherzogtum Hessen verlief und es hierbei zu keinem Staatsvertrag mit anderen Landesteilen kom- men mußte. Am 01. Dezember 1879 erschloß diese Strecke dann die südöstliche Wetterau, die aber noch in Heldenbergen / Win- decken (heute Nidderau) endete. Ihren Anschluß bekam die Strecke erst am 15. September 1881 von Friedberg her. Nun war diese Umgehungsstrecke in ihrer vollen Länge befahrbar.
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