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Eine neue Bahnstrecke sollte nun auch das Neckartal im äußersten Süden von Hessen erschließen. und weiter nach Stuttgart ge- führt werden. Zwecks dieses Vorhabens erließ Baden am 27. April 1867 ein Gesetz, das den Bau dieser Strecke regelte. Nach Fertigstellung wurde diese Strecke am 23. Oktober 1864 zwischen Heidelberg und Mosbach eröffnet. Diese Strecke verläuft zwi- schen Neckarsteinach und Igelsbach über hessisches Gebiet. Der Bahnhof Neckarsteinach ist der südlichste Bahnhof in Hessen. Dieser sollte noch im Laufe der Jahre zu großer Bedeutung kommen.
Nun fehlte es an einer direkten Eisenbahnverbindung von Mainz nach Frankfurt. Dazu war es nötig eine neue Eisenbahnstrecke von Bischofsheim nach Frankfurt (Main) zu bauen. Hierzu erteilte Hessen am 15. August 1861 die Konzession und am 17. August 1862 von der Freien Stadt Frankfurt zum Bau und Betrieb dieser Strecke. Am 03. Januar 1863 konnte dann die südmainische Ver- bindung eröffnet werden.
Die hessische Ludwigsbahn beabsichtigte Worms mit Darmstadt zu verbinden. Hierzu erteilte Hessen die Konzession für das Teil- stück Darmstadt - Gernsheim - Biblis am 20. Februar 1860. Erweitert wurde diese Konzession am 04. April 1864 bis zum alten Bahnhof Rosengarten wo ein Trajekt für die Züge nach Worms errichtet wurde. Eröffnet wurde diese Strecke am 01. Juni 1869. Nach Inbetriebnahme der Riedbahn nach Frankfurt wurde das Teilstück Darmstadt - Goddelau / Erfelden auf eine Hauptbahn re- gionaler Bedeutung herab gestuft. Sie verlor daraufhin ihren gesamten Fernverkehr, da dieser jetzt nicht mehr über Darmstadt ge- leitet werden mußte. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm der Regionalverkehr merklich ab und 1972 verlor die Strecke ihren Reise- zugverkehr. Es verkehrten noch einige Güterzüge über diese Strecke. Doch auch nicht mehr lange. 1975 fuhr der letzte Übergabe- zug von Goddelau / Erfelden nach Darmstadt. Kurz danach begann der Abbau der Strecke von Goddelau / Erfelden nach Griesheim Von dieser einst so wichtigen Strecke existiert heute nur noch ein Anschlußgleis von Darmstadt nach Griesheim. Wie lange wird es dieses Teilstück wohl noch geben?
Da jetzt Heidelberg mit Frankfurt verbunden war, wollte auch Mannheim eine direkte Verbindung mit Frankfurt. hierzu mußte eine Eisenbahnstrecke von Mannheim über Biblis und Gernsheim nach Frankfurt gebaut werden. Da das Teilstück Biblis - Goddelau / Erfelden bereits eröffnet war mußten nur zwei neue Teilstücke gebaut werde. Nach Konzessionserteilung wurde das erste Teilstück von Biblis nach Mannheim / Waldhof, sowie zwischen Lampertheim und Mannheim / Neckarstadt am 15. Oktober 1879 eröffnet. Erst am 24. November 1879 wurde die Strecke zwischen Goddelau / Erfelden und Frankfurt (Sportfeld heute Stadion) eröffnet. Den- noch fehlte es an einer Einführung der Riedbahnzüge in den Mannheimer Hbf. Diese Strecke konnte am 01. Mai 1880 fertiggestellt werden.
Südhessen war nun mit 430 km Hauptstrecken erschlossen Es klafften aber noch große Lücken im Eisenbahnnetz. Abseits dieser Hauptstrecken gab es keinen Anschluß an die Eisenbahn. Diese Landesteile wurden durch die folgenden Nebenbahnen mit den Hauptstrecken verknüpft:
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