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Auch von Hagen aus baute man zu jener Zeit viele Eisenbahnstrecken. Eine davon sollte das Sauerland und das Rothaargebirge besser erschließen. Das erste Teilstück der Ruhr - Sieg Bahn, wie die Strecke heute bezeichnet wird, wurde am 21. März 1859 zwischen Hagen und Letmathe eröffnet. Erweitert wurde die Strecke dann von Letmathe aus am 16. Juli 1860 bis Altena und am 06. August 1861 bis nach Siegen. Hier bestand ja schon Anschluß nach Köln durch die Köln - Mindener Eisenbahn. Damals mussten direkte Züge aus dem Ruhrgebiet nach Frankfurt den Umweg über Betzdorf fahren. Auch wurde in Betzdorf ein Lokwechsel not wendig. Es kam zu unnötigen Fahrzeitverlängerungen durch diese betriebsbedingten Aktionen. Erst am 01. Dezember 1915 verband die Bergisch - Märkische Bahn, die jetzt in die preußische Staatsbahn aufgegangen war, Siegen mit Haiger über Dillbrecht.
Ein großes unerschlossenes Gebiet klaffte nun im Westerwald und im Siegtal. Genauso unerschlossen war das Kannenbäcker- land zwischen dem Rhein und den Höhen des Westerwaldes. Da im Westerwald viel Basalt und Schotter gefördert wurde war eine Erschließung dieses Landesteiles unumgänglich. Hier entstanden eine Vielzahl von Nebenbahnen die durch ihre baulichen Beson- derheiten Eisenbahngeschichte schrieben. Selbst im Jahr 2002 erhielt dieser Landesteil sogar Anschluß an die Schnellfahrstrecke von Frankfurt nach Köln. Hierzu wurde der Bahnhof Montabaur komplett aus der Stadt an die Schnellbahn verlegt. Der alte, an der Strecke von Limburg nach Altenkirchen führenden Nebenbahn befindliche, Bahnhof wurde zu diesem Zeitpunkt eingestellt. Heute berühren die Personenzüge von und nach Siershahn den Bahnhof um eine bessere Verbindung mit dem ICE zu gewährleisten.
Im letzten Jahrhundert entstanden nun zwischen Rhein, Lahn, Sieg und Dill einige bemerkenswerten Nebenstrecken, die auch im Güterverkehr beträchtliche Leistungen aufwiesen. Zur Erschließung der Ortschaften und Landstriche abseits der Hauptbahnen dienten folgende Nebenstrecken:
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