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KBS 256h (SEG) |
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Geschichtliche Entwicklung: Mit Planung eines großen Odenwaldeisenbahnnetzes sollte auch Beerfelden hier einen Eisenbahnanschluß durch die Strecke von Erbach nach Eberbach erhalten. Man plante damals diese Strecke über Beerfelden und Gammelsbach nach Hirschborn an den Neckar zu bauen. Dieser Plan wurde dann doch nicht verwirklicht. So baute man die Odenwaldbahn von Erbach kommend über Hetzbach in Schöllenbachtal und von dort weiter nach Eberbach. Nun war die Streckenführung über Beerfelden ganz vom Tisch. Beerfelden wollte auf keinen Fall auf einen Bahnanschluß verzichten da man einen Aufschwung der anliegenden Industrie erwünschte. Man brachte den Plan einer Zweigstrecke von Hetzbach über Beerfelden, Hainbrunn, Rothenberg nach Hirschborn auf. Desweiteren plante man eine Verzweigung von Beerfelden über Airlenbach und Wahlen nach Bockenrod. Hier sollte in ja zukünftig auch eine Eisenbahn gebaut werden. Auch eine direktverbindung von Hetzbach nach Worms kam in Gespräch. Dieser Ausführung war jedoch nicht der Erfolg beschieden wie gewünscht. Man trat so mit den ausgearbeiteten Plänen an den Großherzog heran mit der Bitte um Unterstützung beim Umsetzen dieser Bahnpläne. 1897 wurden die Pläne einer Durchgangsstrecke gänzlich fallen gelassen. Dennoch wollte Beerfelden nicht auf einen Bahnanschluß verzichten. Man einigte sich auf eine Stichstrecke zum Erschließen Beerfeldens durch eine Eisenbahn. Auch in Darmstadt wurde dieses vorhaben gut aufgenommen. 1899 war die Finanzierung zum Bau dieser Stichstrecke gesichert. Durch den Großherzog würde dann verfügt das diese Strecke schmalspurig ausgeführt werden sollte. Wieder wurde es ruhig um die Strecke. Am 20. Mai 1901 ging in Beerfelden die Nachricht ein das die Süddeutsche Eisenbahn Gesellschaft am Bau und Betrieb einer normalspurigen Nebenbahn von Hetzbach nach Beerfelden Interesse zeigte. Diesen Vorstoß unterstützte auch Beerfelden um so doch noch zum lang geforderten Eisenbahnanschluß zu kommen. Auch im Großherzogtum Hessen hatte man bereits von den Vorstössen der SEG erfahren und war im Grunde genommen mit einer normalspurigen Strecke einverstanden, wenn Beerfelden sich mit 100 000 Mark am Bahnbau und am Betrieb beteiligte. Beerfleden konnte jedoch nur 90 000 Mark dem Bahnbau zur Verfügung stellen. Damit war das Finanzministerium in Darmstadt einverstanden und machte so den Weg frei für den Bau einer normalspurigen Nebenbahn. Nach Zusicherung dieser Gelder wurde jetzt die SEG aktiv und beantragte in Darmstadt die Konsession für diese Nebenbahn auf 52 Jahre. Nach Zustimmung des Großherzogs begannen am 07. August 1902 endlich die Arbeiten zur Erstellung der Strecke. Doch die Stadt Hetzbach stellte sich quer, da hier kein Bedürfnis einer solchen Strecke vorherrscht und versucht mit allen Mitteln den Bahnbau zu verhindern. Man scheiterte. Am 15. April 1904 wurde dann die Strecke fertiggestellt. Am 26. April 1904 wurde dann die Strecke landespolizeilich freigegeben und am 30. April 1904 fand dann die feierliche Eröffnung statt. In den Anfangsjahren verkehrten nur 6 Zugpaare täglich. 1914 erhöhte sich die Fahrtenzahlen auf 8. So wurde der Personenverkehr lange Zeit aufrecht gehalten obwohl nicht die erwarteten Zuwächse in der Personenbeförderung eintrat. Im zweiten Weltkrieg wurde die Strecke überwiegend verschont da sie ja im tiefen Odenwald verlief, der stategisch nicht sehr bedeutend war. Dennoch wurde in den letzten Kriegsmonaten die Brücke über die Strasse von Hetzbach ins Schöllenbachtal zerstört. Dadurch war Beerfelden wieder vom Bahnverkehr abgeschnitten. Erst im Jahre 1946 konnte die Brücke wieder instandgestzt werden und es fuhren wieder Züge hinauf nach Beerfelden. 1948 verkehrten wieder 8 Züge an Werktagen und 6 an Sonn- und Feiertagen. Zu einigen Sonderveranstaltungen in Beerfelden wurde dann der Zugverkehr verstärkt. Ein besonderes Ereignis war die Jahrestagung des ‚Odenwaldklubs in Beerfelden am 05. Juli 1953. Es verkehrten von Ober Roden, Darmstadt und Mannheim über Eberbach Sonderzüge zu dieser Veranstaltung. Diese Sonderzüge wurden in Hetzbach geteilt und der einzelne Zug nach Beefelden gefahren. Bereits 1937 fielen die Einnahmen aus dem Personenverkehr zurück und erreichten nicht mehr das erwartete Niveau. Doch durch Quersubventionen konnte die SEG den Betrieb aufrecht halten. 1948 durch die Währungsreform änderte sich das. Immer mehr Personen fuhren mit dem eigenen Auto zu ihren Arbeitsstätten. So verlor die Bahn eine große Anzahl von Verkehrsteilnehmern. Dadurch wuchsen auch die Verluste, die jetzt nicht mehr ausgeglichen werden konnten. Deshalb verlängerte die SEG die am 31. Mai 1954 ablaufende Konzession für diese Strecke nicht. Man wollte nun die Strecke in anderes Eigentum überführen. Also offerierte man der DB die Strecke zur Übernahme. Doch die DB hatte kein Intersse an dieser Strecke da die Rentablität nicht gesichert war. So verkehrte am 02. Juni 1954 der letzte Personenzug von Hetzbach nach Beerfelden. Durch die Ansiedelung einiger Industriebetriebe in Beerfelden bot sich die Möglichkeit die Strecke in verstärkten Maße auch für den Güterverkehr zu nutzen. Es fuhren in den Anfangsjahren täglich ein GmP ( Güterzug mit Personenbeförderung ) nach Beerfelden. Langsam stiegen die Transportgüter an. So verkehrten auch Gütersonderfahrten nach Beerfelden wenn diese benötigt wurden. Nach Einstellung des Personenverkehrs wollte die Stadt Beerfelden nicht auf die Anbindung im Güterverkehr verzichten. Man brachte den Plan ins Gespräch die Strecke in eine Anschlussstrecke für den Güterverkehr um zu wandeln. Daher wurde die Strecke im Juni 1954 an Stadt Beerfelden verkauft. Die DB fuhr nun die Übergabezüge nach Beerfelden. Diese Züge durften nur mit leichten Lokomotiven nach Beerfelden gefahren werden, doch es standen ja nicht immer leichte Fahrzeuge zur Verfügung. So kam es auch zum Einsatz schwerer Fahrzeuge was den Oberbau stark beschädigte. Auch der Güterverkehr verlor jetzt an Bedeutung. Durch eine Entgleisung eines Güterwagens auf der Strecke wurde schließlich am 23. Juni 1964 der Anschluß gesperrt und gleichzeitig kündigte man den Vertrag mit der Stadt Beerfelden auf. Noch im gleichen Jahr begann man mit dem Rückbau der Strecke und somit gehörte die Hetzbach – Beefeldener Eisenbahn der Vergangenheit an. |
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Zu den Bildern - bitte auf die Bahnhöfe / Haltepunkte klicken |
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Streckenbeschreibung: Die Strecke beginnt auf dem Bahnhofsvorplatz von Hetzbach. Sie folgt der Odenwaldbahn und schwenkt dann in südlicher Richtung ab. In einer großen Rechtskurve steigt die Strecke langsam an. Etwa auf der Hälfte der Strecke wird die Bundesstrasse 45 überquert. Jetzt folgt eine langgezogene Linkskurve, gefolgt von einer kleinen Steigung bis die Strecke wieder parallell zur B 45 verläuft. Wenig später erreicht die Strecke den Bahnhof von Beerfelden, der sich am nördlichen Ortsende , direkt an der B 45, befindet. Hier gab es früher umfangreiche Gleisanlagen. |
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