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KBS 256c (3544) |
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Geschichtliche Entwicklung: Erst fast 40 Jahre später nahm man diesen Plan wieder auf. Jetzt sollte eine schmalspurige Dampfbahn auf der geplanten Trasse verkehren. Die Baufirma Harres und Barth ersuchte die Stadt Darmstadt um die Konzessionserteilung für diese Dampfstrecke. Doch Darmstadt brauchte lange zur Entschlußfindung ob sich eine solche Bahn rentieren würde sodaß die Baufirma das Interesse an dieser Strecke verlor. 1886 erteilte Darmstadt dann doch die Konsession für diese Strecke an das Bankhaus Bachstein. Nach 3 Monaten Bauzeit erreichte am 30. August 1886 der erste schmalspurige Dampfzug Eberstadt. Etwa zur gleichen Zeit plante die hessische Staatseisenbahn eine Zweigstrecke vom Bahnhof Bickenbach nach Seeheim. Durch das hessische Gesetz zum Bau einiger Neben- bahnen wurde am 01. Juli 1893 die Konsession für diese Strecke erteilt. Nachdem einige Hindernisse aus dem Weg geräumt waren konnte endlich im Dezember 1894 mit dem Bau der Strecke begonnen werden. Die Bauzeit dauerte bis zum Juli 1895 an. Nach der polizeilichen Abnahme der Strecke erfolgte dann die Eröffnung der Gesamtstrecke am 08. Juli 1895. Im dritten Reich gab es dann Bestrebungen die Strecke von Eberstadt nach Seeheim zu verängern. dieser Plan war schon in den anfangsjahren der Dampfbahn gemach worden, dennoch fehlte es da am Geld. Im Zuge der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des dritten Reiches wurde dann diese Strecke 1935 in Angriff genommen. Die erste elektrische Strassenbahn erreichte dann am 15. Mai 1936 den Bahnhof Seeheim wo eine Haltestelle entstand. Jetzt fehlte noch der Streckeabschnitt von Seeheim nach Jugenheim. Hier wurde die Strassenbahn paralell zur Nebenbahn in die Bergstrasse gebaut. Am 25. Mai 1936 erreichte dann der erste Strassenbahnzug den Bahnhof Jugenheim von Seeheim her kommend. Der Personenverkehr der Strecke wurde von Anfang an gut angenommen. Ein Grund wird wohl die verringerte Fahrzeit der Bahn nach Darmstadt sein. Es fuhren im Schnitt 18 Zugpaare am Tag zwischen Bickenbach und Seeheim. Im Berufsverkehr verkehrten einige Züge weiter nach Darmstadt und sogar einer bis zum Opelwerk nach Rüsselsheim wo viele der Bewohner der Orte Alsbach und Jugenheim arbeiteten. Nach dem ersten Weltkrieg fuhren alle Züge dann bis Darmstadt durch. Jetzt verkehrten im Schnitt etwa 12 Zugpaare täglich. Nach Eröffnung der Strassenbahn nach Darmstadt verlagerten sich die Verkehrströme dann auf diese Strecke was der Nebenbahn Fahrgastabwanderungen brachte. Dennoch hielt man es für wichtig einen guten Fahrplan zu fahren. Im zweiten Weltkrieg war die Strecke von Angriffen weitgehend verschont geblieben, nur der Bahnhof Bickenbach wurde mehrfach angegriffen da dieser an einer ver- kehrswichtigen Ader lag. Dennoch versuchten die Eisenbahner den Verkehr so weit wie möglich aufrecht zu halten. Es fuhren 1944 jetzt nur noch 10 Zugpaare für die in der Rüstungsindustrie tätigen Arbeiter. Der Ausflugsverkehr hatte sich bereits auf die Strassenbahn verlagert. Im März 1945 erreichten allierte Truppen die Berg- strasse was die Einstellung sämtlichen Verkehrs zur folge hatte. Im Kursbuch von 1946 waren nur 2 Zugpaare morgens nach Seeheim verzeichnet. Langsam aber entwickelte sich wieder das Verkehrsaufkommen auf der Strecke. 1950 begann in Deutschland der Niedergang vieler Nebenstrecken. Darunter fiel auch diese Strecke, dennoch glaubte niemand das diese Strecke in zukünftiger Zeit ihren Verkehr verlieren würde. Gerade entwickelte sich ja wieder der Fremdenverkehr in der Bergstrasse. Dennoch entwickelte sich auch zunehmende Individual- verkehr zum Leitwesen einer jeden Nebenbahn. Dieser Verkehr nahm auch in der Bergstrasse beträchtlich zu. Da diese Strecke in Bickenbach eine der vielbefahren- den Bundesstrassen (B 3) kreuzte mußten hier Streckensicherungsmaßnahmen durch die DB vorgenommen werden, da sich hier schon mehrere Unfälle teils mit Todesfolge ereignet hatten. Daraufhin beschloß die deutsche Bundesbahn die Einstellung dieser Strecke im Personenverkehr. Auch in den Orten gegründete Ver- kehrsvereine die sich zum Ziel machten diese Strecke zu erhalten konnten hieran auch nichts ändern. Selbst der Vorschlag die Strecke kostengünstiger durch Schienenbusse zu bedienen traf bei der DB auf taube Ohren. Daher stellte die DB beim Regierungspräsidenten Darmstadt den Antrag von der Betriebspflicht dieser Strecke entbunden zu werden. Anfang Dezember 1955 entsprach dann der Regierungspräsident diese Bitte und am 31. Dezember 1955 rollte der letzte Personen- zug über diese Strecke. Durch die Kurzsichtigkeit der Gemeinden Seeheim und Jugenheim war hier keine Industrie angesiedelt worden, was der Bahn auch ein wenig Güterverkehr gebracht hätte. Der spärliche Güterverkehr beschränkte sich auf die Abfuhr landwirtschaftlicher Produkte. Nach der Einstellung hatte dieser Güterverkehr nur ein befristetes Darsein erhalten. Diese Güterüge fuhren jeweils nur bei Bedarf von Bickenbach. Daher stellte die DB am 01. Juli 1960 auch diesen Güterverkehr ein. Bereits im März 1961 rückten die Gleisbautrupps an um diese Strecke zu entfernen. Nachdem die Strecke im Bereich Seeheim und Jugenheim abgetragen worden ist kam der Plan auf die Trasse für die Strassenbahn zu nutzen die immer noch in der Verbindungsstrasse Seeheim nach Jugenheim verlaufen ist. Daher schwenkte man 1966 die Schmalspurgleise in Seeheim auf die alte Trasse um. So bleibt wenig- stens dieser Streckenteil der Nebenbahn erhalten. Gleichzeitig baute man in Jugenheim eine Wendeschleife da hier nur ein Stumpfgleis zum Umsetzen der Stras- senbahnzüge vorhanden war. Das letzte Teilstück auf der Trasse wurde am 18. September 1979 bis zum Beuneweg nach Alsbach eröffnet. Weitergehende Planun- gen sehen eine Erweiterung von hier um 900 Meter nach Süden zum Gynasium Alsbach vor. Nach heutigen Erkenntnissen hätte man die Strassenbahn und die Nebenbahn in Seeheim verknüpfen können um so eine attraktiven Nahverkehr in die vordere Bergstrasse an zu bieten, doch diese Chance wurde durch den Abbau der Strecke vertan und kann nicht wieder hergestellt werden da die Trasse in Alsbach, Jugenheim und Seeheim teilweise durch neue Wohngebiet überbaut wurde. |
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Zu den Bildern - bitte auf die Bahnhöfe / Haltepunkte klicken |
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Streckenbeschreibung: Die Strecke verläßt den Bahnhof Bickenbach in südlicher Richtung und schwenkt dann nach links ab und folgt einem landwirtschaftlichen Weg bis zur Querung der B3 in Höhe der Carlo Mierendorff Strasse in Bickenbach. Parallel zum Beuneweg erreicht die Strecke den westlichen Ortsanfang von Alsbach. Hier lag der Halte- punkt Alsbach. Nach einer leichten langgezogenen Linkskurve taucht auf der rechten Seite die Strassenbahn auf welche die Strecke jetzt begleitet. Nach Querung der Sickendorfer Strasse in Jugenheim ist der Bahnhof erreicht. Jetzt folgt die Strecke der alten Bergstrasse bis zum südlichen Ortseingang von Seeheim. Nach Querung der Heidelberger Strasse ist der Bahnhof Seeheim erreicht. |
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